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Kreditrisiko

Das Kreditausfallrisiko bezeichnet das Risiko des Verlustes, falls ein Kreditnehmer, beispielsweise durch Insolvenz, seine Pflichten im Rahmen einer Kreditvereinbarung gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen kann. Das Kreditrisiko umfasst Abwicklungs- und Vorleistungsrisiken. Das Kreditrisiko ist für Kreditinstitute im Allgemeinen die bedeutendste Risikoart.Das Kreditrisiko wird mit Hilfe von Kennzahlen in Kredit-Ratings gemessen: Je schlechter das Rating ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Bei einer risikoorientierten Bepreisung müssen Kreditnehmer mit schlechtem Rating Aufschläge auf den Kreditzins als Risikoprämie bezahlen.

Zahlungsverkehr


zahlungsmittelnAls Zahlungsverkehr bezeichnet man alle Übertragungen von Zahlungsmitteln, die zwischen Wirtschaftssubjekten stattfinden. Er hat eine große Bedeutung im Wirtschaftsleben sowie im Alltag.

Formen


Man unterscheidet nach Barzahlung, halbbarer Zahlung und bargeldloser Zahlung.

Barzahlung


Bei der Bargeldzahlung benötigt man kein Konto. Hier übergibt der Käufer Münzen oder Scheine an den Verkäufer. Der Käufer kann aber auch mit dem Postservice zahlen oder mit Hilfe eines Wertbriefs.

Zahlungsart: unmittelbar, persönlich oder durch eine dritte Person

Halbbare Zahlung


Bei der halbbaren Zahlung benötigt der Käufer oder der Verkäufer ein Konto. Hierbei zahlt der Käufer am Bankschalter bar auf das Konto des Verkäufers, wobei der Verkäufer eine Gutschrift auf sein Konto erhält oder der Verkäufer erhält einen auf das Konto des Käufers lautenden Barscheck.

Zahlungsart: Barscheck, Zahlschein (bei Postbankkonto auch Postnachnahme)

Bargeldlose Zahlung


bargeldlose zahlungBei der bargeldlosen Zahlung besitzen Käufer und Verkäufer ein Konto. Der Käufer überweist (per EC, Bankcard, Verrechnungsscheck, Wechsel, …) Geld von seinem Konto auf das des Verkäufers (Käuferkonto wird belastet und Verkäuferkonto erhält Gutschrift).

Zahlungsart: Überweisung, Verrechnungsscheck, EC-Karte, Kreditkarte, electronic Banking, Wechsel

Häufigkeit


In Wirtschaft und Verwaltung ist der beleglose Zahlungsverkehr überwiegend, da er effizienter handhabbar ist. In Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiegt bei den von Privathaushalten getätigten Zahlungen nach wie vor der bare Zahlungsverkehr. Allerdings lässt sich eine kontinuierliche Zunahme des bargeldlosen Zahlungsverkehrs über Debit- und Kreditkarten beobachten und zur Begleichung größerer Summen ist die Überweisung üblich.

In den Vereinigten Staaten und Kanada ist die Verwendung von Bargeld auch von Privathaushalten in vielen Fällen unüblich. Ein vollkommener Verzicht auf den Einsatz von Bargeld ist jedoch aufgrund der derzeit für bargeldlose Zahlung noch benötigten technischen Infrastruktur (Auslesegerät und Internetzugang bzw. zumindest eine mechanische Vorrichtung zum Übertragen der Hochprägung auf Papier) unwahrscheinlich.

Allerdings erforschen Finanzunternehmen wie MasterCard oder VISA die Möglichkeiten kontaktloser Zahlungsmedien, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr schneller, jedoch nicht unabhängig von technischer Infrastruktur machen sollen.

Käme es langfristig zu einem Verschwinden des baren Zahlungsverkehrs, so hätte dies gravierende Auswirkungen auf die Geldpolitik von Zentralbanken, da deren Kontrolle der Geldmenge umso schwieriger wird, je geringer der bare Zahlungsverkehr ist.

Dokumentation


buchfuhrungIn aller Regel wird jeder Zahlungsverkehr dokumentiert, z.B. im Rahmen einer privaten oder kaufmännischen Buchführung über Kontoauszüge. Außerdem ist jeder Vorgang auf Papier oder Daten belegt, dies muss nicht ein Überweisungsträger oder ein Kontoauszug sein, sondern kann auch eine Abrechnung o.ä. sein. Man unterscheidet dabei zwischen dem beleghaften (Papier) und dem beleglosen Zahlungsverkehr.